VertreterInnen der Landessgeschäftsstellen des Arbeitsmarktservice sowie Bildungsverantwortliche aus allen Bundesländern informieren sich im Schulungszentrum Fohnsdorf über neue Zugänge zu beruflicher Qualifizierung.

Ein „Know How Transfer“ der besonderen Art findet in diesen Wochen im Schulungszentrum Fohnsdorf statt. ArbeitsmarktexpertInnen und Bildungsverantwortliche nützen derzeit die Gelegenheit, sich in der Fohnsdorfer Qualifizierungseinrichtung über neue Zugänge zu beruflicher Qualifizierung zu informieren. In diesem, vom Arbeitsmarktservice Steiermark finanzierten Haus, wird schon seit einigen Jahren an der Entwicklung und Umsetzung kompetenzorientierter beruflicher Qualifizierungssysteme gearbeitet. „Wir qualifizieren Fachkräfte für die Wirtschaft indem wir unsere TeilnehmerInnen dabei unterstützen, sich zu selbständig handlungsfähigen Fachkräften entwickeln zu können. In kompetenzorientierten, innovativen Lernprozessen werden, jeweils auf die berufliche Tätigkeit abgestimmt, fachliche, soziale, persönliche und digitale Kompetenzen integriert gefördert“, erklärt Qualifizierungsverantwortlicher Heimo Gladik die Hintergründe.

Dieses fächerübergreifende Lernen und Üben orientiert sich immer an Arbeitsaufgaben aus der Praxis. Die Basis für diesen kompetenzorientierten Zugang in der beruflichen Qualifizierung sind Lernziele, an denen die Trainerinnen und Trainern im SZF bereits seit einigen Jahren arbeiten.

Verschiedene hochrangige Delegationen waren in den vergangenen Monaten von diesen Entwicklungen so begeistert, dass diese kompetenzorientierten Zugänge zu Qualifizierung nun auch bundesweit bei AMS-geförderten Maßnahmen einfließen sollen. „Den ExpertInnen den Bundesländern können wir unser System in der Praxis vorstellen und die notwendigen Rahmenbedingungen für die Umsetzung erklären“, so SZF-Geschäftsführer Mag. Edmund Müller.

Besonders Augenmerk wird im SZF darauf gelegt, dass sich die konsequente Ausrichtung auf die spätere berufliche Tätigkeit im Gesamtprozess widerspiegelt. Dieser beginnt bereits bei der Beratung beim AMS, geht weiter zum Bewerbungsgespräch für eine Qualifizierung, zieht sich durch den gesamten Qualifizierungsprozess und endet erst bei der erfolgreichen Arbeitsaufnahme. „Uns geht es nicht um Qualifizierung als Selbstzweck, sondern unser Ziel ist eine rasche Integration unserer TeilnehmerInnen in die Arbeitswelt. Wir als SZF sind nur dann erfolgreich, wenn unsere AbsolventInnen erfolgreich sind“, so Heimo Gladik abschließend.

Mai 2018
Der Girls´ Day bietet in der Steiermark seit mittlerweile vierzehn Jahren, jungen Frauen ein Kennenlernen und Ausprobieren von handwerklich-technischen Berufen. Zahlreiche Schülerinnen können so Einblicke in steirische Unternehmen gewinnen und Technikluft schnuppern. In diesem Jahr war auch das Schulungszentrum Fohnsdorf in Fohnsdorf als auch am Standort Fürstenfeld wieder aktiv bei diesem Girls´ Day dabei. Insgesamt beteiligten sich in Fohnsdorf neun junge Mädchen der Neuen Mittelschulen Judenburg, Fohnsdorf, Oberwölz, Obdach und Pöls an diesem Projekttag.

Es wurde ein individuelles Programm zusammengestellt, das von der Betriebsbesichtigung über das Ausprobieren von kleineren Tätigkeiten im Metall- und Elektrobereich sowie in der Schweißtechnik und in der EDV mit den spezifischen Werkstoffen reichte. Natürlich wurde in den jeweiligen Fachbereichen auf die Fragen der Mädchen genau eingegangen. Das Ausprobieren und „Selbst-Handanlegen“ - unter fachkundiger Anleitung - sowie das Kennenlernen des Schulungszentrum Fohnsdorf und interessanter technischer und handwerklicher Berufe standen dabei im Vordergrund.

“Wir unterstützen diese Initiative aus Überzeugung. Die Technik braucht eine weibliche Handschrift, dieser Girls´ Day liefert dazu einen wichtigen Beitrag und trägt wesentlich zur Bewusstseinsbildung bei”, so SZF-Geschäftsführer Mag. Edmund Müller vom Schulungszentrum Fohnsdorf zum „Girls´ Day 2018“.

April 2018
Bereits seit dreizehn Jahren ist das Schulungszentrum Fohnsdorf bestrebt, TeilnehmerInnen einer Qualifizierung im Haus, arbeitsuchende Personen und UnternehmerInnen im Rahmen einer Jobmesse eine gemeinsame Plattform zu bieten. „Wir qualifizieren Fachkräfte für die Wirtschaft – damit bekämpfen wir gezielt Arbeitslosigkeit“, so SZF-Geschäftsführer Mag. Edmund Müller. Im Schulungszentrum Fohnsdorf gehe es aber nicht nur darum, eine Qualifizierung abzuschließen und ein weiteres Zertifikat in den Händen zu halten, sondern das erworbene Wissen in der Arbeitswelt umzusetzen. „Wir führen gut qualifizierte Menschen mit Unternehmen, die auf Personalsuche sind, zusammen“, erklärte der SZF-Geschäftsführer.

FirmenvertreterInnen von 50 unterschiedlichen steirischen Unternehmen – ein absoluter Ausstellerekord - konnten sich vor wenigen Tagen von der Kompetenz und dem hohen Ausbildungslevel der zukünftigen FacharbeiterInnen überzeugen. Die Zufriedenheit über interessante und vielversprechenden Gespräche sind sowohl unter den TeilnehmerInnen wie unter den FirmenvertreterInnen spürbar, viele Firmen sind bereits „Stammkunden“ bei den zweimal jährlich stattfindenden Jobmessen. Edmund Müller, der gemeinsam mit den AMS-Vertretern Sabine Gaßner, Harald Reiter und Robert Kalbschedl die offizielle Eröffnung dieser Veranstaltung vornahm, wies auch auf den hohen Stellenwert gezielter Qualifizierungsmaßnahmen hin. Geraden in Zeiten der Digitalisierung sei ständige Fortbildung ein wichtiger Faktor bei der Jobsuche.

Der Nachwuchs an gut ausgebildeten Fachkräften ist ein Dauerthema, bestätigte auch die stellvertretende AMS-Geschäftsstellenkeiterin Sabine Gaßner. „Im Rahmen dieser Jobmesse treffen Angebot und Nachfrage aufeinander, ArbeitgeberInnen und zukünftige ArbeitnehmerInnen kommen direkt und persönlich miteinander ins Gespräch. Das Ergebnis sind intensive Kontakte bis hin zu Einstellzusagen und Fixanstellungen“, so Gaßner.

Das Schulungszentrum Fohnsdorf bietet aber neben den Qualifizierungsmaßnahmen im Auftrag des Arbeitsmarktservice auch spezielle Maßnahmen für Unternehmen an. Dabei werden, in enger Absprache mit den jeweiligen Betrieben, MitarbeiterInnen gezielt auf die Anforderungen ihres Arbeitsplatzes vorbereitet.

April 2018
Im Rahmen ihrer Regionentour waren Landeshauptmann-Vize Michael Schickhofer und Landesrätin Barbara Eibinger-Miedl auch zu Gast im Schulungszentrum Fohnsdorf. Moderator Oliver Zeisberger führte im SZF vor mehr als 100 Interessierten, darunter Regionsvorsitzende LAbg. Gabriele Kolar, Zweite Landtagspräsidentin LAbg. Manuela Khom und Bürgermeister der Gemeinde Fohnsdorf Gernot Lobnig, durch den Abend. Im Mittelpunkt standen Interviews und Kurzreferate der anwesenden VertreterInnen zu den Themen Wirtschaft, Tourismus, Europa sowie Wissenschaft und Forschung.

Die TeilnehmerInnen unterstrichen in ihren Statements die Wichtigkeit von starken steirischen Regionen und des neuen Regionalentwicklungsgesetzes. Es gehe darum, allen Steirerinnen und Steirern Chancen zu ermöglichen, ob am Land oder in der Stadt, ob jung oder alt. Vor allem für die Jugend sei dies enorm wichtig. Mit dem neuen, österreichweit einzigartigen Regionalentwicklungsgesetz sollen die steirischen Regionen noch einmal einen zusätzlichen Turbo bekommen.

Foto: Regionalmanagement Obersteiermark West

März 2018
Frauen profitieren vom Aufschwung am Arbeitsmarkt weniger stark als Männer. Das zeigen die Statistiken des Arbeitsmarktservice. Darum versucht das AMS seit geraumer Zeit Frauen speziell für technische Berufe zu interessieren und fit zu machen. "Der Zeitpunkt ist gut, um als Frau eine Fachkarriere einzuschlagen. Und das auch in bislang männerdominierten Branchen", so die Aussagen der Arbeitsmarktexperten. Seit dem Jahr 2015 haben knapp 500 steirische Frauen Ausbildungen mit zumindest einem Lehrabschluss in Berufen absolviert, in denen Frauen unterrepräsentiert sind. Mit dem Programm "FIT - Frauen in Technik und Handwerk" möchte das AMS gemeinsam mit dem Zentrum für Ausbildungsmanagement (ZAM) arbeitslose Frauen in der Ausbildung eines technischen und handwerklichen Berufes noch stärker fördern. Dabei wird eng mit dem Schulungszentrum Fohnsdorf zusammengearbeitet, wo Zukunftsberufe in verschiedensten Branchen erlernt werden können.

Am Weltfrauentag öffnete das SZF die Tore, um das umfangreiche Angebot speziell für Frauen im Rahmen eines informativen Vormittages zu präsentieren. Unter dem Motto "Zukunftsberufe für Frauen" wurden in Fohnsdorf mehr als 100 Interessierte erreicht. An interaktiven Arbeitsplätzen wurden etwa Schweißtechniken, Metallbearbeitung, Elektrotechnik oder Zukunftsberufe in der Informationstechnologie vorgestellt.

"Talent kennt kein Geschlecht, darum wollen wir Frauen für solche Berufe sensibilisieren", erklärte der Judenburger AMS-Geschäftsstellenleiter Günther Kaltenbacher, dass Frauen, die in der Technik oder im Handwerk tätig seien, nicht nur auf stabile Dienstverhältnisse und geregelten Arbeitszeiten, sondern auch vom hohen Einkommen profitieren. Unter den zahlreichen Gästen dieses Vormittages waren u. a. auch die Geschäftsstellenleiter Harald Reiter und Robert Kalbschedl, Mag. Claudia Müller von der AMS-Landesgeschäftsstelle, ZAM-Leiterin Dipl. Päd. Anny-Lori Sperl sowie SZF-Hausherr Mag. Edmund Müller.

März 2018